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6 Graubünden-Route
Atemberaubend ist die Aussicht in Graubünden - den Atem können einem aber auch die steilen Wege rauben, die es zu erklimmen gilt. Graubünden gilt als «Ferienecke der Schweiz». Die Graubünden-Route verläuft dennoch weit abseits vom Massentourismus. Im grössten Kanton der Schweiz ist für alle genügend Platz vorhanden, für Menschen genauso wie für die Steinböcke. Bereits in der Stadt Chur, neben Bellinzona, St. Moritz und Scuol einer der Anfangspunkte der Graubündenroute, ist die Bergwelt zum Greifen nahe - obwohl der Ort auf einer Höhe von nur 587 m. ü. M. liegt. Chur ist auf allen Seiten von Bergen um- geben. Im Domleschg kommen Mittelalter-Nostalgiker auf ihre Kosten - kaum eine Gegend besitzt so viele Burgen wie diese. Immer wieder begegnet der Velofahrer in Graubünden der Rhätischen Bahn, die sich in aufsehenerregender Weise mit allen möglichen technischen Finessen durch die bergige Landschaft schlängelt, teils durch Kehrtunnels und über Viadukte. Die Existenz der Rhätischen Bahn hat übrigens auch für die Velofahrer etwas Positives: Wem die Puste ausgegangen ist, der verlädt sein Velo auf den Zug und reist so weiter. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt auf den Albulapass. Beim Anstieg zur Passhöhe, die auf 2312 m ü. M. liegt, lassen sich mit der Zunahme an Höhe alle Vegetationsstufen beobachten. Die Abfahrt führt ins Engadin, das einmalige Terrassen- (Unterengadin) und Seenlandschaften (Oberengadin) bietet und ausserdem den Schweizer Nationalpark beherbergt.
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